Germanisches Gehöft

Auf dem Hof des Museums befindet sich seit 1980 das sog. "Germanische Gehöft" bestehend aus einem mit Reet gedecktem Wohn-Stallhaus des 1. und 2. Jh. n. Chr., einem Speicher und einem Spinn- und Webhaus.

Spuren germanischer Siedlungen hat man in Berlin in Rudow, Spandau und in Lübars am Hang des Mühlenberges gefunden. Für das im Heimatmuseum rekonstruierte dreischiffige Wohn-Stallhaus und die Nebengebäude wurden weder Steine noch Ziegel, sondern ausschließlich Holz und lehmverstrichenes Flechtwerk verwendet. Das Haupthaus besteht zu zwei Dritteln aus einem Stallteil mit mehreren abgetrennten Boxen für das Vieh, einem Mitteltrakt und einem Wohnteil mit einer Feuerstelle und Kochgelegenheit, einer Schlafstelle mit Stroh und einem bescheidenen Mobiliar aus einfachen Haushaltsgeräten aus Holz und gebranntem Ton. Das in gleicher Bauweise errichtete Speicherhäuschen steht auf Stelzen, an denen man Holznägel befestigt hat, um das Heraufklettern von Ratten und Mäusen zu verhindern. Das Gehöft wird durch einen kleineren Bau, dem Spinn- und Webhäuschen mit einem Hochwebstuhl und einem alten Kastenbrunnen ergänzt.

Wenn wir nun schon mal draußen sind, können wir auch gleich die alten Landgeräte ansehen.

© ITG-AG der 9. Klassen 1998/99
Dr. I. Wernicke u. W.-G. Blümich, , Stand: 7.6.1999