Die Schulstube

Im 19.Jahrhundert, war der Schulunterricht in Berlin nicht mit der heutigen Pädagogik zu vergleichen. Früher hat man auch noch mit Tinte aus Tintenfässern geschrieben. So hatte man auf dem Tisch ein extra Loch mit Klappdeckel, in das die Tintefässer eingesetzt wurden. Der Lehrer hatte in einer Klasse bis zu 100 Schüler unterschiedlichen Alters. Die Schulmittel waren sehr begrenzt, so wie Bücher, Landkarten und ausgebildete Lehrer.

Der Beruf des Lehrers war zur damaligen Zeit nicht gerade begehrt. Die Gehälter wurden von den Eltern der Schüler zum größten Teil selber bezahlt. Die Bauern bildeten mit dem Pfarrer den Schulvorstand und bestimmten über den Lehrer.

Die Ausbildung eines Lehrers im späten 19. Jahrhundert sah folgendermaßen aus:

  1. Seminar (im Internat)
  2. Bewerbung (durch Schreiben)
  3. Lehrprobe (mir Probesingen in einer Kirche)
  4. Vocation (Ernennungsschreiben der Behörde)
  5. Schulprüfung (durch den Schulrat im Beisein des Pfarrers und des Schulvorstandes)
  6. Emeritierung (Anstellung eines Adiuntus)


Gleich nebenan kommen wir nun in das Biedermeierzimmer.


© ITG-AG der 9. Klassen 1998/99
W.-G. Blümich, , Stand: 25.5.1999