Schüleraustausch! Natürlich ist man sehr gespannt auf seinen Austauschpartner, den man bisher nur von einem Foto kennt, denn von ihm/ihr hängt die einprägsame Erfahrung des 1. Schüleraustausches ja ab. Natürlicher Weise gab es bei jedem am Anfang Hemmungen gegenüber dem anderen, die aber schon bald abgebaut wurden. Jeder merkte auch die anderen Esssitten, die Tischmanieren, die Wortwahl und die Interessen des Austauschschülers, die nicht immer angenehm und zufriedenstellend waren.
Zudem war es für uns auch nicht immer ganz so leicht, Schule, Arbeiten, Hausaufgaben, Hobbys und die
Unterhaltung mit dem Austauschschüler/in unter einen Hut zu bringen.
Es gab auch sehr anstrengende Tage, die aber wiederum mit Ausflügen der Deutschen mit den Franzosen
aufgewogen wurden.
Auch wenn es ein paar unangenehme Zwischenfälle gab, war es dennoch interessant und lustig und auch sehr hilfreich für die Sprache, da man direkt mitbekam, wie sich die Franzosen untereinander unterhielten. Für viele hat dieser Austausch mehr Hilfe für das Verständnis der französischen Sprache, als für das Sprechen selbst, doch dieses hängt auch vor allem von dem/der Austauschschüler/in ab.
Auf der anderen Seite war es für uns auch wiederum viel leichter nach Frankreich zu fahren, da wir schon unsere Austauschpartner kannten. Es war sehr interessant, die französischen Familien, die uns sehr freundlich aufnahmen, und ihre Gewohnheiten kennen zu lernen.
In der Schule war es spannend, das dortige, uns fremde, Schulsystem zu entdecken, in dem wir
auch etwas integriert wurden. Wie blieben mit unseren Partnern an den Schultagen bis 18:30 Uhr
in der Schule und aßen zusammen in der Kantine zu Mittag. Da die meisten Familien alle
außerhalb von Paris wohnten, bekamen wir nicht nur das typische Touristenleben in Paris mit,
sondern auch den französischen Familienalltag.
Manche von uns machten auch die aufregende Erfahrung von einem Internatsleben in Frankreich und
gingen nur am Wochenende in die Familien.
Das Schulgelände, das fast einer kleinen Stadt glich, weil es so groß war, hat uns sehr gut gefallen, da es dort viele Sportplätze und verschiedene Wiesen gab, wo man sich in den Pausen wunderbar aufhalten konnte. In den Freistunden oder vor und nach dem Schulunterricht, gingen wir immer in das jeweilige Haus, in dem unsere Partner ihre Arbeitsplätze (Boxen) hatten. Zusätzlich gab es dort Fernsehen, Radio, Billard, Tischtennis und Kicker, sowie Getränkeautomaten, in einem Aufenthaltsraum.
Die Ausflüge nach Paris und Umgebung waren sehr interessant und wir lernten viele
Sehenswürdigkeiten kennen. (Eiffelturm, Schifffahrt auf der Seine, Louvre, Notre Dame und
das Schloss Versailles). Außerdem mussten wir jeden Abend ein Tagebuch (Journal)
auf französisch verfassen, in dem wir unsere Erlebnisse aufschrieben und das uns immer
eine gute Erinnerung bleiben wird.
Im großen und ganzen war der Austausch eine gute Sprachhilfe und eine tolle Erfahrung.