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| Corinna Schellack | |
| Hat der Himmel mich verlassen? Zurückgelassen in meiner Furcht, meiner Angst, nie wieder den Duft der Blüten an einem sommerreifen Tag zu spüren und den Wind durch mein Haar schweben zu lassen. Das Verlangen nach Zärtlichkeit, unbemerkt davonschleichen lassen. Die Angst, dass der Himmel über mir langsam aber sicher immer dunkler wird, die Sterne sich vom Himmelszelt hinunterlassen und als winzige Staubkrümel auf das dichte Gras fallen. Vergebt mir mein Leben, wenn es euch nichts genützt hat. Verlassen und schwach, alleine und traurig saß ich in meiner Ecke mit dem Verlangen von euch zu weichen, meine Unabhängigkeit zu beweisen. Vergebt mir die endlosen Gespräche über das Leben, die euch doch nichts genützt haben. Verblichene Bilder zeigen sich im See, Bilder der Vergangenheit, die euch nichts mehr bedeuten. Drum fragt nicht nach, ob ihr es wert ward zu leben und zu lachen, denn ihr wisst nicht, was es heißt zu leiden! Schmerz zu spüren, als wenn sich ein Dorn mitten durch dein Herz bohrt. Schmerz, der dich spüren lässt, dass du noch am Leben bist! Hat der Himmel mich verlassen? Vergebt mir, denn euch hat der Himmel verlassen. Im Angesicht der Angst, die Furcht auf Hoffnung nach Liebe. Verhasst gegen euch selber, Vergebens gesucht und nicht gefunden. Wen hat der Himmel verlassen? Vergebt mir für mein Denken, denn dies ist es, was euch Angst macht, Angst vor dem Leben! |