KREAKTIVO - Lesungen
 

Manuela Dlugosch  
  Sinn des Lebens


W
enn ich in den Himmel schaue, sehe ich wie die Wolken an mir vorüberziehen.

Ich sehe die Sonne und ihre warmen Strahlen scheinen mir in mein Gesicht.

Nachts sehe ich die Sterne. Sie funkeln mich an und ich lese Sternbilder aus ihnen. Ich sehe den Mond, mal zierlich und dünn, mal voll und rund.

Sie alle, Sonne, Sterne, Mond erfüllen einen Sinn. Jeder von ihnen hat seine eigene Aufgabe.

Wenn ich die Straße entlang laufe, begegnet mir mal ein fröhliches, mal ein grimmiges, ja sogar ein böse schauendes Gesicht.

Man schaut aneinander vorbei und achtet nur auf sich selbst.

Nichts hören, nichts sehen und am besten auch nichts sagen. Man möchte ja schließlich in keine unangenehme Situation hineingeraten.

Dann, wenn ich mich irgendwo, an irgendeinen stillen Platz setze, denke ich darüber nach, was mir alles begegnet ist.

Ich überlege warum das alles so und nicht anders an mir vorüber gegangen ist, warum Gott die Menschen so und nicht anders geschaffen hat!

Hat er uns geschaffen um unseren Nächsten zu lieben, immer für ihn da zu sein und uns gegenseitig zu helfen, oder um nur an Geld, Reichtum und Macht zu denken?

Der, der neben mir steht soll sehen wie er alleine zurecht kommt, ich habe wichtigere Dinge zu erledigen.

Wenn ich eine Blick in die Bibel werfe, dann wirkt das erste auf mich wahrscheinlicher, doch wenn ich mir das Heute, den Alltag anschaue, dann wohl eher das zweite.

Liebe, was ist das?

Braucht man doch heutzutage nicht mehr, sie passt nicht in die Welt der Industrie und der Habsucht.

Liebe hat keine Bedeutung mehr im Leben des Menschen, sie ist in Vergessenheit geraten.

Jeder denkt zuerst an sich, seine Karriere, sein Geld und wie er es am besten anlegen kann.

Dann, nach einer ganzen Weile nichts, kommt Frau , Mann und vielleicht sogar ein Kind.

Doch sollte es nicht eine andere Reihenfolge sein, die das Leben des Menschen bestimmt?

Sollten nicht die Liebe und die Familie an erster Stelle stehen?

Ich weiß wovon ich rede!

Familienfeste? Nein Danke! Es sei denn die reiche Tante kommt zu Besuch und verteilt Geschenke.

Wer würde unter diesen Umständen nicht daran teilnehmen wollen.

Ich glaube niemand.

Die Menschen lassen sich nicht von ihrem Gefühl, sondern von ihrem Geld lenken.

Wenn Gott uns also geschaffen hat um unseren Nächsten zu lieben, ihm zu helfen und zu unterstützen, wenn das wirklich sein Wille war, dann frage ich mich, warum in der Welt genau das Gegenteil die Herrschaft übernommen hat.

Wenn er das oben genannte wirklich gewollt hat, dann sind wir ganz sicher eine Fehlproduktion.

 

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