Oberstufenschüler
treffen Leiterin der bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit, Entwicklung
und Frieden
„Die Kirche ist die einzige Instanz, die die Menschen in
Nigeria in ihrem Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit unterstützt.“ Mit ihrer Option
für die Armen und Benachteiligten stemmt sich die katholische Kirche gegen Kriminalität,
Korruption und Ausbeutung. Ms. Osofodurin sieht sich
und ihre Arbeit als wichtigen Teil des kirchlichen Engagements für ein
würdevolles Leben.
Ms. Osofodurin
besuchte auf Einladung eines Oberstufenkurses Religion die Salvatorschule.
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich im Rahmen eines Unterrichtsprojekts
zur „Christlichen Soziallehre“ schwerpunktmäßig mit dem Thema „Soziale
Gerechtigkeit“. Am Beispiel des von Ms. Osofodurin geleiteten
Netzwerks von 26 haupt- und ehrenamtlichen Friedensarbeitern in der Erzdiözese Abuja erhielten die jungen Erwachsenen einen authentischen
Einblick in die Zusammenhänge von Ungerechtigkeit, Unfrieden und Armut.
Die 50
Oberstufenschülerinnen und -schüler folgten gespannt den Ausführungen der engagierten
Nigerianerin. „Ich versuche Hoffnung zu schenken und Verständnis füreinander zu
wecken. In meiner Gruppe arbeiten Katholiken, Protestanten und Muslime Hand in
Hand. Wir setzen damit ein Zeichen, dass Frieden möglich ist.“ „Woher nehmen Sie
die Kraft für ihre anstrengende Arbeit?“, wollen die jungen Erwachsenen der Salvatorschule wissen. „Wir arbeiten mit Schulen zusammen.
Ohne Bildung sind die Kinder verloren. Wir engagieren uns als Streitschlichter
und helfen den oft unterdrückten Frauen. Und ich darf immer wieder miterleben,
wie unsere Arbeit die Lebenssituation dieser Menschen verbessert. Das gibt mir
die Hoffnung und die Energie, die für das Durchbrechen des Teufelskreises nötig
ist. Ich vertraue dabei auf Gott, dass er mir beisteht.“
Ms. Osofodurin
ist zur Zeit im Rahmen des Monats der Weltmission in
Deutschland unterwegs. J. Holz, Leiter von missio
Berlin, weist in seinem Eingangsstatement auf die Wichtigkeit der Arbeit von missio hin. Projekte, wie das von Ms. Osofodurin,
müssten unbedingt unterstützt werden. Mit dieser Form der Hilfe zur Selbsthilfe
leistet missio einen unersetzbaren Beitrag zur
Friedens- und Versöhnungsarbeit der Kirche in Afrika.
Die sympathische junge Frau aus Nigeria
überraschte zum Ende der Veranstaltung mit einer Einladung zum gemeinsamen
Singen eines Liedes aus ihrer Heimat. Niemand der Anwesenden konnte sich dem
Besonderen des Augenblicks entziehen:
„Here
we are
All
together as we sing
Our
son joyfully
Here
we are
Joined
together as we pray
We´ll
always be
(1)
Join with now as friends
and celebrate the brotherhood
We
share. All as one
Keep the fire burning
Kindle
it will care
as we all join in and sing
(2)
Let us make the world
an Aleluiah
Let
us make the world
A
better Place
Keep
a smile handy
Have
a helping hand
Let
us all join in and sing”
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Th.
Dicker 15.10.2009