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Berliner Blockade: Das Ende der Luftbrücke Referat im Fach Politische Weltkunde von Sebastian Merla und Frederic Trigault |
| Die Lage für
die Sowjetunion entwickelte sich so, dass die Blockade immer kostspieliger
wurde, sowie politisch, als auch wirtschaftlich. Und auch die Westmächte
trugen ihren Teil zu dieser Entwicklung bei. Erst errichteten sie die
Luftbrücke und griffen Deutschland mit einer Wirtschaftshilfe unter
die Arme, dann bauten sie eine Gegenblockade auf. Am 25. Juni 1948 wurde der Güterzugverkehr in die Sowjetzonen gestoppt, im Juli dann der Transport in den Osten. Auch durch die Bizone wurde aus West- und Südeuropa die Verbindung blockiert. Durch eine Ausfuhrsperre, die von den Briten und den Amerikanern verhängt wurde, kamen keine qualitativ hochwertigen Güter mehr in die sowjetische Besatzungszone. Ab September wurden noch härtere Maßnahmen der Gegenblockade ergriffen. Am 4. Februar 1949 wurde jeglicher Osthandel und Transitverkehr durch die Bizone gestoppt. Dennoch war die Gegenmaßnahme der Alliierten nur ein Faktor von vielen, der die Sowjets dazu brachte diese Sperraktion abzubrechen. Sie konnten weder die Westalliierten aus Berlin vertreiben, noch die Berliner Bevölkerung für sich gewinnen oder die westdeutschen Angelegenheiten beeinflussen. |
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| Währenddessen
führte die perfekt funktionierende Luftbrücke zu einer merklichen
Entspannung des Lebens in Berlin. Nachdem der Ostmark-Umlauf rückgängig
gemacht wurde, war ab dem 20. März 1949 in den alliierten Zonen die
D-Mark wieder das allein gültige Zahlungsmittel. Die Sowjets mussten
diese Währungsumstellung so hinnehmen. Andernorts rückten die westeuropäischen Staaten immer enger zusammen und nahmen an dieser Eindämmungsstrategie teil. Am 4. April wurde dann der Vertrag über die NATO verabschiedet. Auch dadurch , dass die Sowjets keine Macht dagegen hatten, dass der Parlamentarische Rat seit dem 1. September das Grundgesetz für die BRD erarbeitete, kam der Abbruch der Blockade zustande. Am 27. Januar 1949 erklärte sich Josef Stalin endlich zu Verhandlungen, unbeachtet der Währungsfrage bereit. Anfangs gab Stalin dies noch als einen der Gründe der Blockade an. Im April und März verhandelten dann der Amerikaner Philip Jessup und der Sowjet Jakob Malik, mit dem Ergebnis des New Yorker Vier-Mächte Kommuniques vom 4. Mai 1949, welches die Aufhebung der Blockade am 12. Mai vorsah. Das Abkommen beinhaltete außerdem die Aufhebung aller Einschränkungen über Handel, Transport und Verkehr die von den Sowjets ausgingen. Gleiches galt für die Einschränkungen ausgehend von Frankreich, GB und den Amerikanern. Am 23. Mai sollte ein Außenministerrat über die Zukunft Deutschlands beraten. Am 9. Mai 1949 erließ der sowjetische Chef der Militäradministration den Befehl zur Aufhebung der Blockade, der dann am 12. Mai 1949 in Kraft trat. Kurz darauf erreichte die erste Lastwagenkolonne der Briten Helmstedt. Der Präsident des Parlamentarischen Rates Konrad Adenauer von der CDU sprach der Berliner Bevölkerung und den Schöpfern der Luftbrücke Dank aus. Der Haupteingang vor dem Tempelhofer Flughafen wurde in "Platz der Luftbrücke" umbenannt. Die am 23. Mai 1949 beginnende Konferenz der Außenminister sah das in Kraftbleiben des New Yorker Kommuniques vor. Auch der Verkehr zu Land und Wasser wurde normalisiert. Die Konferenz endete am 20. Juni 1949. Ebenso konnte Stalin nichts gegen die Bildung einer demokratischen Westdeutschen Regierung tun. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verkündet. Im Sommer 1949 wurden dann die Autobahnen wieder eröffnet und neue Zugverbindungen errichtet. Zwar konnte das westalliierte Militär die Grenzen passieren, doch der zivile Verkehr war nur unter strengen Kontrollen an Zonen- und Stadtgrenzen möglich. Auch weiterhin blieb der Verkehr zwischen West- Berlin und der BRD ein großes Problem. Atombomben-Theorie Noch heute wird die Frage diskutiert, warum Stalin die Blockade so plötzlich fallen ließ. Die neueste und auch spektakulärste Theorie ist die A-Bombenthese. Bei Nachforschungen in Moskauer KGB-Archiven kam ans Licht, dass der britische Ostspion Donald McLean, der im Sold Stalins beschäftigt war, den Kreml über die Absichten Washingtons betreffend der Blockade unterrichtete. Nach seinen Berichten, hätten die USA den Abwurf einer A-Bombe in Erwägung gezogen, wäre entweder eine alliierte Transportmaschine abgeschossen worden, oder die Russen in West-Berlin einmarschiert. Da Moskau zu Beginn des Kalten Krieges selbst noch keine A-Bomben besaß, war diese Bedrohung umso größer. Nach McLeans Vorgesetztem, dem KGB-Offizier Juri Modin war diese Information für den Kreml von entscheidender Bedeutung. Auch der Diplomat Maddocks maß der Botschaft McLeans, dass die Westalliierten in jedem Fall hart bleiben die gleiche Bedeutung an wie ein ganzes Geschwader von Kampfbombern. Einer anderen Meinung ist dagegen der Professor John Erickson. Er hält Stalins Entschluss für viel komplexer: Stalins Innenpolitik hatte gegenüber der Blockade Priorität, deren Fortsetzung sowieso keinen echten Nutzen mehr hatte und immer kontraproduktiver wurde. |
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Katholische Schule Salvator - Referat im Fach Politische Weltkunde von Sebastian Merla und Frederic Trigault Illustration © 1997 Landesbildstelle Berlin Sitedesign © 1999 Thorsten Papkalla - tpapk@gmx.net |